Was bleibt vom Fach Wirtschaft? - VÖBAS nimmt Stellung zu den Kernlehrplänen in NRW

Freitag, März 27, 2020

Am 26.11.2018 hatte die Schulministerin angekündigt, das Fach Wirtschaft an allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulen des Landes NRW als Pflichtfach einzuführen. Tatsächlich erhalten aber nur die Realschulen ein eigenständiges Kernfach Wirtschaft (und auch das nur als eine Option neben Wirtschaft-Politik), während für die übrigen Schulformen entweder das Kombinationsfach Wirtschaft-Politik (am Gymnasium und an der Gesamt- bzw. Sekundarschule) oder das Fach Wirtschaft als Teil des umbenannten Lernbereichs Wirtschaft und Arbeitswelt (an der Hauptschule) vorgesehen ist. Weil die seit der erstmaligen Ankündigung einer flächendeckenden Einführung des Faches Wirtschaft im Koalitionsvertrag von 2017 vergangene Zeit nicht hinreichend genutzt wurde, um - wie damals zugesichert - in Auseinandersetzung mit vorliegenden „Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen wie auch aus anderen Bundesländern“ und unter Rückgriff auf „schulische, außerschulische sowie wissenschaftliche Expertise“ eine kohärente Konzeption für die ökonomische Bildung in NRW zu entwickeln, machte man den konzeptionell unbefriedigenden Kernlehrplan Wirtschaft-Politik für das Gymnasium (siehe unsere diesbezügliche Stellungnahme vom 2.4.2019) zur „Blaupause“ für die Kernlehrpläne der übrigen Schulformen. Diese Vorgabe wurde ohne Rücksicht auf schulformspezifische Voraussetzungen und Belange rigoros umgesetzt, wie die nahezu unveränderte Übernahme des gymnasialen Kernlehrplans in die Kernlehrpläne von Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen zeigt.
In einer umfangreichen Erklärung nimmt der Verband Ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen (VÖBAS) zu den einzelnen Kernlehrplanentwürfen kritisch Stellung und macht auch konkrete Verbesserungsvorschläge für deren Überarbeitung. Zur vollständigen Stellungnahme gelangen Sie hier.